Arbeitskreis spätmittelalterliche Wirtschaftsgeschichte

Kontakt: arbeitskreis@wirtschaftsgeschichte.org

Call for Papers für die 8. Jahrestagung des Arbeitskreises. Ziel ist es, die methodische Vielfalt der vormodernen Wirtschaftsgeschichte unter Berücksichtigung der Überlegungen unseres DFG-Netzwerks (2015-2018) vorzustellen und zu diskutieren. Wir freuen uns auf Bewerbungen!

Das DFG-Netzwerk „Kalkulieren, Handeln, Wahrnehmen. Für eine neue Methodik der spätmittelalterlichen Wirtschaftsgeschichte“ hat es geschafft. Das Studien- und Handbuch, an dem wir zusammen gearbeitet haben, ist nun erschienen:

Ulla Kypta/ Julia Bruch/ Tanja Skambraks (Hgg.): Methods in Premodern Economic History. Case studies from the Holy Roman Empire, c.1300–c.1600 (Palgrave Studies in Economic History), Basingstoke (Hampshire) 2019.

Der Arbeitskreis Spätmittelalterliche Wirtschaftsgeschichte hat nun auch einen Förderverein.

Ausgangsfragen

Gab es einen homo oeconomicus im Mittelalter? Kann man das mittelalterliche BIP errechnen? Und wozu sollte man das überhaupt tun? Was sagt uns der wirtschaftliche Einbruch im 14. und 15. Jahrhunderts über die Entstehungsgründe und Folgen von Wirtschaftskrisen? Welche Rolle spielen Institutionen für wirtschaftliche Prosperität, und kann man das verstehen, ohne ihre kulturelle Einbettung zu beachten?

Erforschung wirtschaftlicher Zusammenhänge

Mit solchen Fragen beschäftigt sich der Arbeitskreis zur spätmittelalterlichen Wirtschaftsgeschichte. Einem gesteigerten Bewusstsein für die Wichtigkeit wirtschaftlicher Zusammenhänge zur Analyse von Gesellschaften und gesellschaftlichem Wandel steht bisher kein adäquates methodisches Instrumentarium zur Seite.

Diskussion um Methoden

Wir diskutieren verschiedene Möglichkeiten, Wirtschaftsgeschichte für das Spätmittelalter zu betreiben: Die Forschung arbeitet mit wirtschaftswissenschaftlichen, sozialwissenschaftlichen und kulturhistorischen Methoden und Modellen, um wirtschaftliche Zusammenhänge zu erklären. In unserem Arbeitskreis kommen Vertreter dieser verschiedenen Ansätze zusammen, um über ihr methodisches Vorgehen zu reflektieren, sich von alternativen Herangehensweisen inspirieren zu lassen und vielleicht sogar zu einer Synthese verschiedener Methode und Ansätze zu gelangen.