Arbeitskreis spätmittelalterliche Wirtschaftsgeschichte

Kontakt: arbeitskreis@wirtschaftsgeschichte.org

Liebe Kollginnen, liebe Kollegen,

wie Sie/Ihr wahrscheinlich schon erwarten/t haben, müssen wir nun leider auch die geplante Jahrestagung des Arbeitskreises für spätmittelalterliche Wirtschaftsgeschichte coronabedingt absagen.

Die Universität Mannheim sieht derzeit keine Präsenzveranstaltungen vor. Zudem sind Massenveranstaltungen bis August in Baden-Württemberg untersagt und es ist derzeit absolut unklar, wann Hotels wieder öffnen werden.

Wir planen aber die Tagung im Mai 2021 (wahrscheinlich in der ersten Woche) wie vorgesehen durchzuführen und hoffen auf rege Teilnahme.

Mit den besten Wünschen,

Tanja Skambraks, Julia Bruch und Ulla Kypta

Das DFG-Netzwerk „Kalkulieren, Handeln, Wahrnehmen. Für eine neue Methodik der spätmittelalterlichen Wirtschaftsgeschichte“ hat es geschafft. Das Studien- und Handbuch, an dem wir zusammen gearbeitet haben, ist nun erschienen:

Ulla Kypta/ Julia Bruch/ Tanja Skambraks (Hgg.): Methods in Premodern Economic History. Case Studies from the Holy Roman Empire, c.1300–c.1600 (Palgrave Studies in Economic History), Basingstoke (Hampshire): Palgrave 2019.

Der Arbeitskreis Spätmittelalterliche Wirtschaftsgeschichte hat nun auch einen Förderverein.

Ausgangsfragen

Gab es einen homo oeconomicus im Mittelalter? Kann man das mittelalterliche BIP errechnen? Und wozu sollte man das überhaupt tun? Was sagt uns der wirtschaftliche Einbruch im 14. und 15. Jahrhunderts über die Entstehungsgründe und Folgen von Wirtschaftskrisen? Welche Rolle spielen Institutionen für wirtschaftliche Prosperität, und kann man das verstehen, ohne ihre kulturelle Einbettung zu beachten?

Erforschung wirtschaftlicher Zusammenhänge

Mit solchen Fragen beschäftigt sich der Arbeitskreis zur spätmittelalterlichen Wirtschaftsgeschichte. Einem gesteigerten Bewusstsein für die Wichtigkeit wirtschaftlicher Zusammenhänge zur Analyse von Gesellschaften und gesellschaftlichem Wandel steht bisher kein adäquates methodisches Instrumentarium zur Seite.

Diskussion um Methoden

Wir diskutieren verschiedene Möglichkeiten, Wirtschaftsgeschichte für das Spätmittelalter zu betreiben: Die Forschung arbeitet mit wirtschaftswissenschaftlichen, sozialwissenschaftlichen und kulturhistorischen Methoden und Modellen, um wirtschaftliche Zusammenhänge zu erklären. In unserem Arbeitskreis kommen Vertreter dieser verschiedenen Ansätze zusammen, um über ihr methodisches Vorgehen zu reflektieren, sich von alternativen Herangehensweisen inspirieren zu lassen und vielleicht sogar zu einer Synthese verschiedener Methode und Ansätze zu gelangen.