Arbeitskreis spätmittelalterliche Wirtschaftsgeschichte

Kontakt: arbeitskreis@wirtschaftsgeschichte.org

Das Programm der Tagung „Kaufmannbankiers und Herrscherfinanzen. Zwischen Diversifizierung von Märkten und Prozessen der Staatsbildung“ (8. und 9. Dezember 2017, Bamberg).

Ausgangsfragen

Gab es einen homo oeconomicus im Mittelalter? Kann man das mittelalterliche BIP errechnen? Und wozu sollte man das überhaupt tun? Was sagt uns der wirtschaftliche Einbruch im 14. und 15. Jahrhunderts über die Entstehungsgründe und Folgen von Wirtschaftskrisen? Welche Rolle spielen Institutionen für wirtschaftliche Prosperität, und kann man das verstehen, ohne ihre kulturelle Einbettung zu beachten?

Erforschung wirtschaftlicher Zusammenhänge

Mit solchen Fragen beschäftigt sich der Arbeitskreis zur spätmittelalterlichen Wirtschaftsgeschichte. Einem gesteigerten Bewusstsein für die Wichtigkeit wirtschaftlicher Zusammenhänge zur Analyse von Gesellschaften und gesellschaftlichem Wandel steht bisher kein adäquates methodisches Instrumentarium zur Seite.

Diskussion um Methoden

Wir diskutieren verschiedene Möglichkeiten, Wirtschaftsgeschichte für das Spätmittelalter zu betreiben: Die Forschung arbeitet mit wirtschaftswissenschaftlichen, sozialwissenschaftlichen und kulturhistorischen Methoden und Modellen, um wirtschaftliche Zusammenhänge zu erklären. In unserem Arbeitskreis kommen Vertreter dieser verschiedenen Ansätze zusammen, um über ihr methodisches Vorgehen zu reflektieren, sich von alternativen Herangehensweisen inspirieren zu lassen und vielleicht sogar zu einer Synthese verschiedener Methode und Ansätze zu gelangen.